Review: Palberta – Palberta5000

Weniger Punk, mehr Pop, immer noch recht arty.

Lange Zeit hatte man es bei der Musik von Palberta mit zerlegtem Punk zu tun. Skizzenhaft, schräg, schwer zu konsumieren. Mit dem 2018er „Roach Goin‘ Down“ legte man dann zaghaft richtige Songstrukturen an. Das neue Werk nun noch einen Schritt weiter.

Palberta5000“ (Wharf Cat) darf getrost als poppig bezeichnet werden, sofern man sich weiter im Palberta-Universum aufhält. Das fünfte Album ist satt produziert, klimpert immer noch recht befremdlich, ist aber durchgehend hörbar. Es ist der bekannte, vertrackte Sound mit neuen, bisher ungehörten Harmonien.

So sehr man die New Yorkerinnen für ihren bisherigen Ansatz geliebt hat, so erfreut ist man doch auch über den neuen. Eine Platte für jeden Tag, für immer.

Wie selbstbewusst „No Way“ hereinstolpert, mit diesem breiten Lächeln. So toll geht es dann mit „Big Bad Want“ weiter. „Fragile Place“ ergibt sich dann auf viereinhalb Minuten Laufzeit der unendlichen Wiederholung. Anstrengend, aber auch mitreißend.

Sowieso dauern die Songs vermehrt länger, als man das bisher von Palberta gewohnt war. Episch etwa „All Over My Face“, das schabt, dabei einen coolen Beat anlegt. Die Disco-Kugel wird in alle Einzelteile zerhauen, fantastisch!

Dem perfekten Pop-Rock-Song kommt man auf „Red Antz“ sehr nahe. Schnell weggespült mit dem antreibendem „Eggs n‘ Bac'“. Dann doch wieder große Gefühle mit „Corner Store“.

„Something in the Way“ ist wieder ein so tolles Beispiel. Der klare Gesang trifft auf peitschende Drums und eine verstimmte Gitarre. Palberta mit dem Händchen für große Songs, Palberta auf dem Höhepunkt.

Fazit: Die sprödeste Pop-Platte, die man sich denken kann. Dabei durchgehend fantastisch.

9.2

9.2/10
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