Review: Painted Shrines – Heaven and Holy

Jeremy Earl (Woods) und Glenn Donaldson (Skygreen Leopards, The Reds, Pinks & Purples) bringen den Noise in den Folk.

Jeremy Earl, mit den Woods dem Psych-Folk verschrieben, und der experimentierfreudige, zwischen Bedroom Pop und Psych Rock schwingende, Glen Donaldson hatten sich in der Vergangenheit immer wieder getroffen. Mal teilte man sich eine Bühne, dann war Donaldson bei einer Woods-Session zu Gast.

2018 flog der New Yorker Earl schließlich nach Kalifornien zu Donaldson. Schnell sammelte sich einiges Material an. Während der Pandemie legte man letzte Hand an, Jeff Moller steuerte (The Papercuts) Bassspuren bei. Und nun liegt das erste Album der Painted Shrines als „Heaven and Holy“ (Woodsist) vor.

Oberflächlich ist es eingängiger Folk Rock, gefühlvoll und leicht driftend vorgetragen. Doch darunter schlummert Interessantes. So ein Kreischen, so ein Fiepsen, das tut dem Folk doch eigentlich recht gut? Jedenfalls hebt der unerwartete Noise Nummern wie „Painted Shrines“ oder „Fool“ hervor. Unter dem zarten Schleier brodelt es gewaltig. Schön auch der Titeltrack, der angenehm knarzt.

Instrumentalnummern werden eingestreut. Sie begeben sich meist auf mystische Pfade. „Coast“ gerät hierbei dann doch sehr experimentell. Dafür fällt „Pacem In Terris“ verträumter. Insgesamt mehr, als man sich von einer gewöhnlichen Folk-Platte erwarten darf.

Fazit: Ungewöhnliches Erlebnis.

8.3

8.3/10
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