Review: No Joy / Sonic Boom – dto.

Die Zusammenarbeit zwischen No Joy und Peter Kember von Spacemen 3 tingelt zwischen poppigem Trip Hop und zerfahrenem Noise.

Es begann als Email-Konversation zwischen Jasamine White-Gluz und Peter Kember und endete dann in einer EP. Die Shoegaze-Band No Joy und das Spacemen 3-Gründungsmitglied haben sich für eine Zusammenarbeit entschieden und vier Tracks als „No Joy / Sonic Boom“ (Joyful Noise Recordings) veröffentlicht.

Das Ergebnis ist unspektakulär, geht aber voll in Ordnung. Der Sound ist eher elektronischer gehalten, teilweise technoid. Die Strukturen erinnern mal an Shoegaze, dann wieder an Noise-Experimente.

Das Herzstück ist das elf Minuten lange „Obsession“, das abrupt mit flottem und melodischen Synth-Pop startet. Der Track verändert sich über die Laufzeit, ebbt ab, wird flächig und führt dann wieder zum Anfang zurück. Es gibt davon einen Radio Edit und genau dafür ist die Nummer gedacht, fürs Radio.

Den Pop-Himmel verlassen wir mit den restlichen Stücken. „Slorb“ ist reduziert und wabernd, „Triangle Probably“ schabend und unbequem. Das abschließende „Teenage Panic“ ist pures Chaos. Hier deutet sich dann Potenzial für eine Revolution an.

Fazit: Weltbewegend ist die EP nicht, für etwas Zerstreuung reicht sie aus.

 

7

Fazit

7.0/10