Review: No Joy – Motherhood

Shoegazerin Jasamine White-Gluz fusioniert Dance, Nu Metal und Trip Hop.

No Joy begannen als Duo, mittlerweile ist es das Soloprojekt der Kanadierin Jasamine White-Gluz. Nach einer fünfjährigen Pause gibt es mit „Motherhood“ (Joyful Noise) ein neues Album.

White-Gluz arbeitete erneut mit Jorge Elbrecht zusammen, wie auch zuletzt beim 2015er Vorgänger „More Faithful“. Dennoch gerät die neue Platte eine Spur anders.

No Joy nimmt den gewohnten Shoegaze und ergänzt ihn um Versatzstücke, die da eigentlich gar nicht hinpassen. Dance und Trip Hop liegen nicht so weit entfernt, Nu Metal schon. Mitverantwortlich für die harten Gitarren und den Blast ist Gast Tara McLeod, die seit Mitte der 2000er den Nineties Rock mit Kittie pflegt.

Sehr viel klingt ohnehin nach 1990er, gerade zu Begin der Platte. „Birthmark“ verwendet vielschichtige Sounds, ist dann aber doch ein poppiger Dance-Track. „Dream Rats“ treibt das Experiment weiter. Gurgelnder Metal trifft auf forsche Beats, die auf einer Shoegaze-Fläche liegen. Klingt ungewohnt, hat aber Charme.

„Nothing Will Hurt“ ist mit seinem Eurodance hart an der Grenze zur Cheesiness, überquert sie aber nicht. Trip Hop wird auf „Four“ verwendet. Der Beat ist funky, gegen Ende wird er vom Metal durchbrochen.

In der Folge tritt der typische No Joy-Sound in den Vordergrund. Hochdramatisch ist „Why Mothers Die“, federleicht dafür „Happy Bleeding“. Es fließt schön dahin. Erst „Fish“ verheiratet wieder Ungewohntes. Der Track gerät sehr packend und ist mit das Highlight der Platte.

Fazit: Erstaunlich, dass das funktioniert.

8.4

8.4/10
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