Review: No Age – Goons Be Gone

Die neue Platte des Duos aus Los Angeles bietet gefühlvollen Noise Punk und etwas Effekthascherei.

Seit 15 Jahren sind Randy Randall und Dean Allen Spunt nun als No Age unterwegs. Sie spielten ihren Punk mal noisey, dann wieder poppiger. Zwischen „An Object“ und „Snares Like A Haircut“ hatte das Duo fünf Jahre Pause gelassen. Jetzt sind es nur zwei.

Goons Be Gone“ (Drag City) heftet sich an das frische und straighte „Snares Like A Haircut“, bietet sonnigen Punk, der sehr nach Kalifornien klingt, sich aber auch gerne nach hymnischem Indie Rock umsieht.

Die Augen schließen und genießen, heißt es im Pressetext. Die vielen Schichten einwirken lassen, nicht beginnen sie aufzudröseln. „Feeler“ ist so ein Track, der umschmeichelt, sehnsüchtig nach dem Skaterpark der Jugend macht.

Auch „Sandalwood“ und „Turned To String“ arbeiten Gefühle heraus. „Head Sport Full Face“ steht permanent vor dem Ausbruch, stoppt aber rechtzeitig vorher.

An anderer Stelle arbeiten No Age mit der Effektmaschine. „Smoothie“ startet mit Ambient-Flächen, fährt dann Sperriges auf. „Toes In The Water“ weiß noch einmal eins draufzulegen. „A Sigh Clicks“ brummt zufrieden. „Puzzled“ dient als Verbindungsstück. Der Indie Noise Punk erhält verfremdeten Gesang.

Das ordnen wir unter künstlerisch wertvoll ein. Es fügt sich gut in die Platte ein, den Punk mögen wir aber lieber.

Fazit: Für das 15-jährige, kunstliebende Ich.

8

8.0/10
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