Review: Night Beats – Outlaw R&B

Die 13th Floor Elevators treffen auf The Byrds.

Nach drei hallenden Psych-Alben übernahm Danny Lee Blackwell die Night Beats im Alleingang. Es folgte das wenig überzeugende 2019er „Myth Of A Man„, das eher zurückgelehnten R’n’B und harmlosen Rock enthielt.

Nun erscheint mit „Outlaw R&B“ (Fuzz Club) das fünfte Album. Es bildet die Schnittmenge aus den alten und neueren Arbeiten. Auch hier wieder gefühlvoller R’n’B, der eines Outlaws halt, dazu mehr aufgekratzten und driftenden Psych Rock. Funktioniert deutlich besser als noch auf „Myth Of A Man“.

Blackwell ist mittlerweile in Los Angeles beheimatet, setzt an vielen Stellen auf kalifornisch sonnigen Sixties Psych. Etwa auf den ersten beiden Nummern „Stuck In The Morning“ und „Revolution“, die locker runtergehen.

Dazu kommen Einflüsse aus seiner Wiege. Der mystische Texas Psych kommt auf dem cool driftenden „New Day“ und „Hell In Texas“ zum Einsatz. Roky Erickson spricht aus dem gar wunderbaren „Crypt“ zu uns.

Blackwell ist tatsächlich eine Weiterentwicklung gelungen. Und er überrascht. Wer hätte nach dem harmlosen Auftakt gedacht, dass er gegen Ende mit „Ticket“ beim Punk landet? Und davor das vertrippte „Cream Johnny“, auch schön.

Fazit: Braucht man nicht abschreiben.

Night Beats - Outlaw R&B

8.6

8.6/10
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