Review: Night Beats – Myth Of A Man

Die Garage Psych-Band vollführt auf ihrer neuen Platte einen kompletten Richtungswechsel. Der Acid-Trip ist vorbei, die großen Gefühle sind da.

Die Night Beats waren bisher für hypnotischen Garage Psych bekannt. Ihr 2011er Debüt war ein Herzstück der Neo-Psych-Bewegung. Von Anfang an waren sie sehr eng mit den Black Angeles und deren Austin Psych Fest/Levitation verbandelt.

Doch für ihr neuestes Werk wagt die Band aus Seattle einen Neuanfang. „Myth Of A Man“ (Heavenly / pias) wurde zusammen mit Dan Auerbach in seinem Easy Eye Sound-Studio in Nashville aufgenommen. Wie bei anderen Bands zuvor (u.a. Shannon & The Clams) wird ein warmer Retro-Sound übergestülpt, der angenehm runterläuft.

Streicher und Background-Sängerinnen, Orgel und Flamenco-Gitarre, neue Komponenten halten Einzug in den Night-Beats-Kosmos. Sänger Danny Lee Blackwell versteckt seine Stimme nicht mehr hinter Hall sondern lässt sie klar und raumfüllend klingen.

Was als Acid-Trip begann, ist nun in einem radiotauglichen Rock-Sound gegipfelt. Die Platte ist sehr austauschbar, wenn auch nicht schlecht. „Her Cold Cold Heart“ ist luftig, „Stand With Me“ lädt zum Schunkeln und Mitsingen ein.

Kleine Spitzen gibt es. „Eyes On Me“ ist kantiger Sixties Garage Rock. Das folgende „Let Me Guess“ zitiert Sunshine Psych. Gefühlvolle Nummern dominieren aber. So erhöhen sich die Chancen auf ein breiteres Publikum, das Alleinstellungsmerkmal ist dahin.

Fazit: Schon okay, aber halt so beliebig.

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