Review: Nest Egg – Nothingness Is Not A Curse

Auf dem zweiten Album der Krautrock-Psych-Band befindet sich Alles im Fluss.

Die Kunst der Wiederholung, ohne dass es öde wird. Die Herstellung eines Flows, der sofort zupackt. Beherrschen Nest Egg auf ihrem neuen Album „Nothingness Is Not A Curse“ (Fuzz Club Records) perfekt. Die Band aus Asheville hat die Songs knapp nach ihrem 2015er Debüt „Respectable“ begonnen, etwas reifen lassen und nun auf Platte gepresst.

Es fühlt sich Alles so selbstverständlich an, was das Trio da macht. Die Songs arbeiten mit repetitiven Krautrock, der sehr an Moon Duo erinnert. Langsam bauen sich die Tracks auf, verdichten sich oder zerfließen. Nest Egg schaffen dies auf eine wunderbare Weise. Man möchte sich mit ihrem Album zudecken.

„DMTIV“ beginnt unvermittelt und etabliert gleich das Szenario, das auch die weiteren Songs beherrschen wird. Die Drums arbeiten, die Gitarre liefert Spitzen, der Gesang verhallt in der Unendlichkeit und darunter liegt ein zaghaftes Keyboard.

Auf „Print-Process-Repeat“ wird es etwas heller und driftender. Eine tolle Keyboard-Fläche bestimmt zunächst „Denied Doctrine“. Nach der Steigerung erfolgt ein ruhiges Ausklingen.

Auch „Long Night Outside“ wird zum Ende hin lauter. Die Drums halten das Tempo dabei stets hoch. Etwas aus dem Rahmen fällt das hektische „Cognitive Dissonance“. Dafür präsentiert sich der Titeltrack auf zehn Minuten angenehm treibend.

Fazit: Ganz hohe Kunst.

7.8

Fazit

7.8/10