Review: Naujawanan Baidar – Volume 1

Das neue Projekt von The Myrrors-Gründer N. R. Safi ergründet die afghanische Musik und Mixtape-Kultur der 1970er.


N. R. Safi, Gründer der Psych-Rock-Band The Myrrors, besinnt sich auf seinem Debüt als Naujawanan Baidar seiner afghanischen Wurzeln. Auf „Volume 1“ (Radio Khiyaban) verneigt er sich vor der Mixtape-Kultur der 1970er, die damals im Heimatland seines Vaters sehr verbreitet war.

Dabei bringt er traditionelle Instrumente ins Studio und mischt diese mit aktuellen Effektgeräten. Um besonders authentisch zu sein, wurde die Klangqualität heruntergefahren. Es ist LoFi, verwaschen und matschig was da aus den Boxen dröhnt.

Safi mischt die traditionelle afghanische Musik mit Kraut Rock und Psychedelic. Gerade in „Asir-e Jangi“ tritt so das Ursprüngliche hinter einer Mauer aus verzerrt Repetitivem zurück. Auf „Chaikhana Transistor“ erhalten wir dafür einen guten Eindruck, wie das damals geklungen haben mag.

„Khyber Sound (From Kabul To Peshawar In Fullmoon)“ ist sehr treibend, „Blood Can’t Clean Blood“ etwas luftiger. „Aftab Zadagi / Signal Disintegration“ ist dermaßen übersteuert, dass es nur schwer zu ertragen ist. Aber auch das scheint der früheren Zeit zu gehorchen.

Safi nahm die Tracks bereits 2017 auf. Eine zweite Folge ist in Vorbereitung und soll demnächst erscheinen. Stilgerecht erscheinen die Releases nur auf Tape.

Fazit: Ungewöhnlich, oft gut, manchmal sehr befremdlich.

7.2

Fazit

7.2/10
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