Review: Naked Giants – The Shadow

Die Band aus Seattle hat mehr als nur poppigen Garage Rock zu bieten.

Mit dem 2018er Debüt „SLUFF“ sicherten sich die Naked Giants ihren Platz in der Musikindustrie. Sie tourten, erfuhren Ruhm, aber sie sahen auch die Schattenseiten. Diese wollen sie auf „The Shadow“ (New West) beleuchten.

Das neue Album beschreibt das Wachstum, das die Band aus Seattle erfahren hat. Das Spektrum an Songs wurde erweitert. War es auf „SLUFF“ noch vorwiegend psychig poppiger Garage Rock, der sich stringent durch das Werk zog, erleben wir hier mit jedem Song neue Seiten der Naked Giants.

Da hätten wir etwa eine schöne Eighties-Synthie-Ballade mit „Turns Blue“. Dem begegnet man sechs Minuten lang mit metalligem Fuzz Rock auf dem Titeltrack. Auch gut: Der catchy Rock auf „Take A Chance“, der ebenfalls mit 1980er-Referenzen daherkommt. Oder der Bedroom Pop auf dem Closer „Song For When You Sleep“, den die Naked Giants sehr gut hinbekommen.

Dankenswerterweise biegt der College Rock auf „High School (Don’t Like Them)“ psychig ab. Denn sonst hätte sich der Track dort eingereiht, wo das Konzept nicht aufgeht. Der Garage Blues auf „Better Not Waste My Time“ kracht nicht so richtig, der Desert Folk auf „The Ripper“ will nicht driften und hat die Power Pop-Unterbrechungen nicht nötig. Die Fehlschläge bleiben aber in der Minderheit.

Fazit: Mehr Licht als Schatten.

7.5

7.5/10
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