Review: Naked Giants – SLUFF

Die Band aus Seattle präsentiert auf ihrem Debütalbum eine sehr poppige Version von Garage Punk.

Die Naked Giants hatten zuletzt durch eine Split-Single mit dem Garage-Rocker Ron Gallo auf sich aufmerksam gemacht. Nun liegt ihr Debütalbum vor. „SLUFF“ (New West Records) heißt es und Steve Fisk hat produziert.

Fisk ist eine Legende der Grunge-Ära und war mit allen großen Namen früh im Studio. Obwohl Naked Giants auch aus Seattle stammen und obwohl Fisk an den Reglern saß, hört man vom Grunge auf der Platte nichts.

Es ist Party angesagt. Die Tracks sind dem Garage Punk zuzuordnen, wenn sie ihn oft auch sehr poppig auslegen. Das Tempo ist zumeist hoch, die Stimmung trunken bescheuert.

Gerade die ersten Nummern setzen auf straighten Power Pop, Handclaps und eingängige Refrains. Die Stimmung bricht mit dem 6:30 Minuten langen „TV“. Der Fuzz kommt herein, Erinnerungen an Ty Segall werden wach. Ein mitreißender Song, der sogar Mosh-Parts anzubieten hat.

Nach dem kuscheligen „Slow Dance II“ geht es weiter in Richtung Garage Punk. Der Titeltrack lädt zum Mitsingen ein, dann wird es richtig wild. Der Abschluss „Shredded Again“ ist ein reduzierter Proberaum-Jam. Es zeigt, dass die Jungs Spaß beim Aufnehmen hatten, und wir haben Spaß beim Konsumieren.

Fazit: Solides Debüt, mit Höhen und Tiefen.

7.1

Fazit

7.1/10