Review: Mush – Lines Redacted

Wiederholen sich nicht mehr so gerne, die Post-Punks aus Leeds.

An Arbeitseifer mangelt es Mush tatsächlich nicht. Ein Jahr nach dem Debüt „3D Routine“ liegt mit „Lines Redacted“ (Memphis Industries) bereits der Nachfolger vor. Dazwischen gab es noch ein paar Tapes, EPs, usw.

Trotz der knappen Zeit hat sich der Sound der Band aus Leeds gut weiterentwickelt. War das Debüt noch sehr auf Wiederholungen bedacht, variieren die Songs nun sehr stark. Wenn sie auch immer am Mush-Sound bleiben, diesem schrägen, schlingernden Post Punk mit dem leicht nörgelnden Gesang von Dan Hyndman.

Die Platte ist wuchtiger, fetter, an manchen Stellen sogar psychig jammig. Wie etwa auf „Bots!“, das mit Cowboy-Jangle startet, dann in einen dicken Groove-Track übergeht.

Trotz der neuen Wendungen: Das hier sind immer noch Mush und damit ist das immer noch wunderbar. Man muss das natürlich mögen, dieses Klimpern. Wenn man es mag, ist das Album eine Offenbarung. Toll, wie sich noisey Elemente in „Positivity“ schieben oder sich Dramatik auf „Dusting for Prints“ aufbaut.

Der Titeltrack fällt sogar leicht surfig auf. Dann wird es mit „Seven Trumpets“ poppig. Eine Ode an Sonic Youth ist „Morf“, das sogar das Trademark-Aufkreischen drin hat.

Fazit: Das großartige erste Album noch übertroffen.

8.9

8.9/10
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