Review: Mugstar – GRAFT

Die Instrumental-Psych-Band aus Liverpool schärft ihren Fokus.

In 17 Jahren Mugstar sind wir immer wieder in unendliche Jams abgetaucht, haben uns umfließen und treiben lassen. Zuletzt gab es etwa das ausufernder 2016er „Magnetic Seasons“.

Für das neue Werk wollten sich die Briten auf tightere Songs konzentrieren. So fällt „GRAFT“ (Centripetal Force / Cardinal Fuzz) mit sechs Songs, davon nur einer länger als zehn Minuten, für Mugstar-Verhältnisse recht knapp aus. Das schadet aber überhaupt nicht.

Zwar experimentieren Mugstar auch weiterhin, sie kommen aber schneller zum Punkt, entfesseln auch mal mit „Cato“ einen zweieinhalb minütigen Rocker. Hier sind die Synthies unendlich cool.

„Zeta Potential“ bietet genügend Raum für Ausflüge, kommt teils recht chaotisch daher, bleibt aber insgesamt zurückhaltend. Damit steht es stellvertretend für die restlichen Songs, die sich zumeist auf ruhige Kompositionen verlassen.

Highlight ist das abschließende „Star Cage“, das engagiert und driftend zugleich ist. Schwurbelnde Synthies werden aufgefahren, darunter gibt es einen tollen Groove. Eine super Nummer!

Fazit: Zurückhaltender Jam Rock.

7.9

7.9/10
It's only fair to share...Share on Facebook
Facebook
Tweet about this on Twitter
Twitter
Pin on Pinterest
Pinterest
Email this to someone
email
Share on Tumblr
Tumblr