Review: Mudhoney – Morning In America

Die Grunge-Punk-Band ergänzt das letztjährige Meisterwerk „Digital Garbage“.

Mit „Digital Garbage“ zeigten Mudhoney 2018, dass sie auch 30 Jahre nach ihrer Gründung noch relevant sind. Sie tränkten ihren Grunge Punk politisch, entfesselten Hits zwischen gelangweilter „Fuck You“-Attitüde und schierer Verzweiflung.

Um den Release abzurunden, erscheint nun die EP „Morning in America“ (Sub Pop). Sie versammelt Songs aus den „Digital Garbage“-Sessions, die teilweise unveröffentlicht, zumindest rar sind.

Für die Outtakes ist die Qualität hoch, die Band aus Seattle weiß auch gute Ausschussware zu produzieren. Nur „Snake Oil Charmer“ ist eine Spur zu straight und weiß nichts Neues anzubieten.

Dafür ist „Vortex of Lies“ fantastisch, räudig, eher gemächlich, dafür unglaublich kraftvoll. „Creeps Are Everywhere“ wählt dann den punkigen Weg, während der Titeltrack mit spaceigen Sounds eine Dystopie eröffnet.

Mit „Ensam I Natt“ haben sie ein Cover der großartigen Leather Nun dabei, das sie originalgetreu nachspielen. „Let’s Kill Yourself Live Again“ ist ein alternativer Take zum „Digital Garbage“-Track „Kill Yourself Live“ und wird entschlackt.

Das Highlight kommt mit „One Bad Actor“ am Schluss. Das packende Groove-Monster entstammt einer Split-Single mit den Hot Snakes und verschlingt alles.

Fazit: Gehört mit in die Sammlung.

8.2

8.2/10
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