Review: Mr. Airplane Man – Jacaranda Blue

Margaret Garrett und Tara McManus veröffentlichen ihr erstes Album nach 13 Jahren Pause. Motto: Mehr Gefühl, weniger Lärm.

Anfang der 2000er-Jahre, als der Garage Rock eine Wiedergeburt erfuhr, tauchten auch Mr. Airplane Man auf. Margaret Garrett und Tara McManus legten ihren Sound aber immer eine Spur bluesiger an und waren damit näher an den White Stripes dran. Mit ihrem neuen Album haben sie sich davon wieder ein Stück weit entfernt.

13 Jahre legte das Duo aus Boston zwischen „C’Mon DJ“ und dem jetzt erschienen „Jacaranda Blue“ (Sympathy For The Record Industry / Beast). In der Zwischenzeit scheinen sich einige Songs angesammelt zu haben, denn der Umfang kann sich mit 14 Songs wirklich sehen lassen.

Altersmilde ist so ein hässliches Wort, dennoch trifft es hier zu. Die krachenden Gitarren sind seltener geworden, die Produktion weniger verrauscht. Angenehm sauberen Blues Rock bieten Mr. Airplane Man, dem natürlich Spitzen nicht fehlen dürfen.

Das Gefühlvolle, das mystisch Driftende überwiegen. Wobei es Garrett und McManus dennoch sehr gut gelungen ist, eine gewisse Spannung über die Laufzeit zu erhalten. Langweilig wird es nie, auch Ausfälle sind nicht vorhanden. Vielleicht noch am ehesten der beliebig straighte Garage Rocker „Good Time“.

Sehr gut sind der haunted Blues auf „I’m In Love“ und das fette, dreckige „Deep Blue“. Fantastisch wird es mit dem weirden „Believe“, dem zaghaften „Sweet Like A“ und Stomper „No Place To Go“.

Fazit: Sehr schönes Comeback. Gerne mehr davon.

7.8

Fazit

7.8/10