Review: Movie Club – Black Flamingo

Instrumental Stoner Garage Rock: Das Duo aus Kalifornien hat auf seinem Debütalbum seine Nische gefunden.

Drei EPs lang suchten Movie Club nach ihrem Sound. Mal fiel er surfiger aus, dann wieder wuchtiger, instrumental war die Darbietung immer. Für die erste LP „Black Flamingo“ hat man nun nachgeschärft.

„Gar nicht so einfach heutzutage noch eine Nische zu finden“, berichtet Drummerin Jessamyn Violet, die zusammen mit Gitarrist Vince Cuneo Movie Club bildet. Aber was ist jetzt die Nische? Es ist garageiger Stoner, psychig, entspannt, heavy.

Für „Black Flamingo“ fettete man etwas auf, holte sich dazu Rami Jaffee (Foo Fighters), Jessy Greene (P!NK) und Tim Lefebvre (Davie Bowie’s Blackstar) an Bord. Dadurch kommen die Kalifornier satter und vielschichtiger daher.

Movie Club verstehen sich daraus, ihre Nische barock zu dekorieren. Da sind breitbeinige Groover („Broken Pier“) ebenso möglich, wie Gediegenes („Sun Dragon“, „Rainshadow“). Immer schön eingeölt, dabei dick aufgetragen. Stört aber nicht, peinlich wird es nie.

Besonders gut ist das Duo da, wo es Tempi wechselt. „Phantasm“ ist etwa hart und luftig zugleich, genauso „Lazy Jacks“. „Bermuda Rainbow“ startet im Lounge-Bereich, geht dann zum Moshpit und wieder zurück aufs Sofa.

Toll das schreddernde „Minehunter“, wunderbar der Stoner-Groove auf „Bioluminescence“. Und psychig geht auch, wie „Starcatcher“ beweist.

Fazit: Tatsächlich ein Stück weit einzigartig.

7.6

7.6/10
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