Review: Mountain Movers – s/t

Mountain Movers haben sich als Band gefunden und bringen ein mitreißendes Album voller Heavy Psych und einem Hauch Zartheit.

Das Line-Up der Mountain Movers aus New Haven hat sich für das sechste Album gefestigt. Nach zahlreichen Wechseln hat es fast ein Jahrzehnt gedauert, bis man vier Menschen zusammenhatte, die sich ergänzen und miteinander können. Alle Mitglieder haben einen unterschiedlichen musikalischen Background und das hört man auf dem selbstbetitelten Werk, das via Trouble in Mind erscheint, deutlich heraus.

Da ist ein Band, die Freude am Jammen hat, aber auch einen knackigen Psych-Pop-Song fabrizieren kann. Eine Band, die sich gefunden hat und eine homogene Masse bildet. Über allem steht die Genre-Bezeichnung Heavy Psych, verdeutlicht durch den wuchtigen, 14 Minuten langen Eröffnungstrack „I Could Really See Things“. Gitarren-Feedback galore, mitreißend dargeboten.

Danach „Everyone Cares“, das zunächst etwas leichter daherkommt, dennoch viel Melancholie mitschwingen lässt. An Nummer 3 folgt „Intro“ und tatsächlich ändert sich mit „Angels Don’t Worry“ etwas der Tonfall. Es wird psychiger und treibender. Mit „Vision Television“ gibt es gar einen knapp zwei Minuten langen Psych-Pop-Song, der an den frühen Lou Reed erinnert. „Unknown Hours“ schließt dann den Kreis, lässt wieder die Gitarren aufjaulen und gibt sich sehr experimentell.

Fazit: Die Platte erinnert sehr an das aktuelle Pontiak-Album, auch wenn die Mountain Movers etwas wuchtiger sind. Bedeutet: Erwachsener Psych ohne viel Deko.