Review: Moon Duo – Occult Architecture Vol. 2

Moon Duo klettern aus dem „Fuzz Dungeon“ und tanzen auf dem zweiten Teil ihrer Yin/Yang-Interpretation durchs Regenbogenland.

Moon Duo haben bei den Aufnahmen zu einem neuen Album das Yin/Yang-Prinzip für sich entdeckt. Dem düsteren „Occult Architecture Vol. 1“ wird nun das hellere „Occult Architecture Vol. 2“ entgegen gestellt. Die Psych-Band aus Portland verabschiedet sich darauf von alten Gewohnheiten und bringt neue Soundflächen zum Einsatz.

Für ihren treibenden, schnellen Sound, der zumeist aus Synthie-Flächen und einer darüber schruppenden Gitarre besteht, sind sie bekannt. Auf „Vol. 2“ kommen Spielereien dazu, die Tempo herausnehmen, wie etwa auf dem Schlussstück „The Crystal World“. Dies ist ein instrumentaler Track, der locker vor sich hinarbeitet und viele Sound-Experimente bietet.

Auch „Mirror’s Edge“ schlägt in diese Kerbe, bietet etwas Tropical und sehr viel Zurückhaltung. „New Dawn“ startet mit einem kurzen Intro, dann wird der Vorhang aufgezogen, das Fenster geöffnet. Die frische Luft hielft, den mit „Vol. 1“ durchschrittenen „Fuzz Dungeon“ zu verlassen. „Sevens“ ist eine klassische Moon-Duo-Nummer mit halligem Gesang. „Lost in Light“ wirkt sehr besinnlich und lebensfroh.

Halten wir nun beide Platten aneinander. Der Band ist wirklich ein Meisterstück gelungen, schafft sie es doch perfekt, hell und dunkel musikalisch zu vertonen und erlebbar zu machen. Nach „Vol. 1“ wünscht man sich eine reinigende Dusche, die „Vol. 2“ dann anbietet. Am Ende des Zyklus ist alles wieder gut. Vielleicht wie ein Acid-Trip, der hart beginnt, weil man von der Lage überfordert ist. Dann wird man sich der Schönheit des Ganzen bewusst und lässt die Situation mit einem Lächeln ausklingen.

Fazit: Als alleinstehende Platte okay, im Gesamtkonzept ein wundervolles, ganz großes Stück Musik.

 

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