Review: Moon Duo – Killing Time (Reissue)

Für den zehnjährigen Geburtstag des Labels Sacred Bones Records legen die Psych-Rocker von Moon Duo ihre frühe EP neu auf und geben drei Bonustracks mit.

Vor acht Jahren steckte das Projekt Moon Duo noch in den Kinderschuhen. Zunächst war die Band wohl nur ein Ausflug von Wooden-Shjips-Frontman Ripley Johnson. Mittlerweile ist das Moon Duo, das er zusammen mit Sanae Yamada betreibt, sein Hauptprojekt. Beinahe jedes Jahr kommt eine neue Veröffentlichung hinzu, zuletzt etwa das Yin/Yang-Doppelalbum „Occult Architecture„. Begonnen hat das alles mit der EP „Killing Time„, die nun zum zehnjährigen Geburtstag des Labels Sacred Bones Records neu aufgelegt und mit drei Bonustracks aufgefettet wurde.

Sieht man von einer Single ab, ist „Killing Time“ die erste richtige Veröffentlichung von Moon Duo. Die vier Songs klingen noch sehr LoFi, dennoch lässt sich gut der Weg erkennen, den die Band in den folgenden Jahren nehmen sollte. Die ergänzenden Tracks entstammen derselben Zeit und fügen sich gut in das Gesamtbild ein.

Das fast schon zurückhaltende „Dead West“ wird durch den neuen „Pt. II“ ergänzt. Das Grundthema wird hierbei variiert. Andere Orgelklänge kommen zum Einsatz und die Stimme hat etwas mehr Hall abbekommen. Der fuzzy Titeltrack wird von einem stoischen Drumbeat dominiert, den wir auch in Zukunft immer wieder im Moon-Duo-Kosmos antreffen werden.

Die Atmosphäre wird mit „Ripples“ sehr dicht, wenn auch entspannt. Der Track kommt ohne Gesang aus und treibt vor sich hin. Bei „Speed“ schweben dann Synthie und Gitarre über dem schnellen Drumbeat.

Auf dem neuen Track „Bopper’s Hat“ singt Yamada über einen reduzierten New-Wave-Beat. Mit dem Einsatz der Gitarre driftet der Song dann ab. „Run Around“ ist zunächst leicht eiernder Punk, der dann in Richtung Space Rock abbiegt.

Fazit: Die neuen Tracks sind gute Zusätze zu einer ohnehin schon tollen Platte.