Review: Mong Tong – Mystery

Das Duo kombiniert auf ihrem Debüt taiwanesische Folklore mit psychedelischen Sounds der 1980er.

Die Brüder Hom Yu und Jiun Chi teilen eine gemeinsame Vorliebe für taiwanesische Folklore, Okkultes und Videospiele. Daraus stricken sie als Mong Tong psychedelische Sounds. Mit „Mystery“ (Guruguru Brain) ist nun das Debüt erschienen.

Wir erhalten instrumentale Sounds, die hier und dort von Sprachsamples ergänzt werden. Die Klänge Taiwans schimmern durch, werden aber stark in Richtung Soundtracks gezerrt.

Diese Soundtracks können Horrorfilmen oder Prüglern entstammen, Videospielen ebenfalls, aber nicht die der 8-Bit-Ära, eine Generation später.

Dort schleicht ein Detektiv durch die dunkle Gassen, darüber schweben Geister durch die Luft. Vintage muss es nur sein, die Filme der 1980er scheinen Vorlagen gewesen zu sein.

Schief ertönen die Horrorgeln auf „717“. Italienische Zombiekracher hätten sich hier gerne bedient. „Jou-tau“ tänzelt dafür mit einer unglaublichen Coolness dahin.

Unheimliches begegnet uns auf „Ancient Mars“, „In The K. Court“ gibt sich dafür mysteriös. Insgesamt eine vielseitige Platte, die selten Gehörtes anbietet.

Fazit: Zwischen schaurig und funky, psychedelisch und verschroben.

8

8.0/10
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