Review: Modulator II – Slivered Hearse

Brummender, fuzzy Garage Psych aus Frankreich, der wuchtig und leicht zugleich ist.

Cédric Bottacchi und Romain Duplessier kennt man von Dusty Mush, das 2017er „Cheap Entertainment“ sollte man als Garage Rock-Liebhaber auf jeden Fall in der Sammlung haben. Vor zwei Jahren brachten sie mit Modulator II ein neues Projekt an den Start. Nach einer ersten EP folgt nun die Debüt-LP „Slivered Hearse“ (Stolen Body).

Maëlle Puligny komplettiert am Bass das Line-Up. Das Trio spielt brummenden, breiigen und fuzzy Garage Psych. Beinahe jeder Song schwingt zwischen wuchtigem und fließendem Sound hin und her.

Was das Trio hier durch die Boxen bläst, ist kaum zu fassen. Wundervoll, wie sie die Tempi wechseln, sich verheddern, dann mit Gewalt befreien. Es ist eine Garage Psych-Platte, die nicht wahnsinnig viel Abwechslung bietet, das aber nicht nötig hat. Die Laufzeit ist dafür genau richtig gewählt. Alles ist so tight, so auf den Punkt, dass es mehr nicht gebraucht hätte.

„The Big Crunch“, der Opener, ist stampfend, dann fließend und legt damit den Grundton. „Modulation“ hat etwas mehr Space, „Uncanny Valley“ ist dafür leicht punkiger.

„Stopover Commander“ ist der Killer. Zunächst träge und fiepsend, wird Spannung aufgebaut, die sich in einem Fuzz-Feuerwerk entlädt. Auch „Solarized“ ist fantastisch, nimmt sich surfige Themen vor.

Einfach mal darauf losprügeln mit „Gray Matter“, dann schwerelos in der Matte hängen mit „Extinction“. Dann das große Finale mit dem Titeltrack. Jetzt ist es klar, dass wir es hier mit einem Meisterwerk zu tun haben.

Fazit: Sensationell!

9.2

9.2/10
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