Review: Mint Field – Sentimiento Mundial

Die Shoegazer aus Mexiko hatten bisher einen guten und einen schlechten Release. Und was ist mit der neuen Platte?

Mint Field lieferten auf ihrem 2018er Debüt „Pasar de las Luces“ eine Mischung aus Dream Pop und Shoegaze ab, die dann aber doch eine Spur zu eintönig geriet. Viel besser war die nachfolgende EP „Mientras Esperas„. Nun haben wir „Sentimiento Mundial“ (Felte). Daumen hoch oder Daumen runter?

Erneut hat die Band aus Mexiko am Sound geschraubt. Mitgeholfen haben Syd Kemp und Callum Brown von Ulrika Spacek. Gemeinsam drängt man die Songs in eine mystische Ecke, unterbricht den Flow dabei oft, versucht sich an Reduktion, trägt dann dick auf.

Die Songs sind schief und zaghaft, erinnern sehr oft an eine etwas mehr rockende Variante von Portishead. Das Songwriting ist deutlich anspruchsvoller und vielseitiger geworden. So wirklich zurecht kommen Mint Field damit aber nicht.

„Natural“ zerbröselt etwas unter dem ganzen Gewicht aus Shoegaze, LoFi-Noise und Psych Rock. Dem folgen viele der Songs. Da ist zuviel Ziellosigkeit und bloßes Geschraube ohne Sinn.

Schön fällt dafür das leicht grungeige, insgesamt sehr straighte „Aterrizar“ aus. Auch das melancholisch schiefe „Nuestro sentido“ weiß zu gefallen.

Der Rest scheitert leider an der Ambition, etwas künstlerisch Wertvolles zu erschaffen.

Fazit: Es ist eine Achterbahnfahrt mit Mint Field.

5.8

5.8/10
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