Review: Michael Beach – Dream Violence

Der Neu-Australier sucht seine musikalische Heimat zwischen Garage Rock und mystischen Soundflächen.

Michael Beach begann sein neues Album in Oakland mit Kelley Stoltz, setzte es dann in der neuen Heimat Melbourne mit u.a. Matthew Ford und Innez Tulloch von Thigh Master fort. „Dream Violence“ (Goner / Poison City), das insgesamt vierte Album von Beach, ist somit auch die Suche nach einem neuen musikalischen Ansatz. Und es reflektiert die Angst, Frustration und die Hoffnung auf Besserung. Themen, die einen Künstler 2021 eben so beschäftigen.

Musikalisch wird viel versucht. Beach startet auf „Irregardless“ mit zwingendem, lautem Garage Rock, der dann wegdriftet und schwelgerisch wird. Ein epischer Auftakt, dem das knackige „De Facto Blues“ folgt.

In weiterer Folge zieht sich Beach immer mehr zurück. „You Know, Life Is Cheap“ gibt sich mystisch, setzt auf Reduktion und Wiederholung. „Spring“ erinnert ein wenig an Velvet Underground, während „Curtain Of Night“ gefälligen Seventies Rock anbietet.

Die Piano-Ballade „You Found Me Out“ leitet das nachdenkliche Schlussdrittel ein, das mit „Sometimes I Get That Cold Feeling“ seinen melancholischen Höhepunkt erfährt. Ein bisschen ein Pandemie-Spiegelbild, diese Platte: Vom Trotz zum Nichtaufgeben, dass dann doch in der Resignation endet.

Fazit: Eine aufregende Reise.

Michael Beach - Dream Violence

8.6

8.6/10
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