Review: Melvins – Pinkus Abortion Technician

Die neue Platte der Heavy-Rocker ist eine Verbeugung vor den Butthole Surfers. Dafür haben die Melvins deren Bassisten an Bord geholt.

Die Melvins und die Butthole Surfers verbindet zumindest eine gewisse Verehrung. So holte etwa King Buzzo die Texaner für das ATP Festival 2008 aus dem Ruhestand. Es gab gemeinsame Live-Auftritte und Split-Releases. Nun haben sich die Melvins (beinahe) ein ganzes Album lang den Surfers gewidmet und dazu deren langjährigen Bassisten Jeff Pinkus an Bord geholt.

Pinkus Abortion Technician“ (Ipecac) heißt die Platte und ist damit ein deutlicher Querverweis auf ein klassisches Surfers-Album, das letztes Jahr sein 30-jähriges Jubiläum feierte. Musikalisch bleibt man beim bekannten Melvins-Sound, wenn auch dieser Release stellenweise sehr zugänglich ausgefallen ist.

Mit Steve McDonald haben die Melvins einen zweiten Mann am Bass. Auf „Embrace The Rub“ liefert er astreinen Punk ab. Zuvor gibt es mit „Stop Moving To Florida“ ein Medley aus dem James Gang-Song „Stop“ und dem Butthole Surfers-Track „Moving To Florida“. Der Einstieg ist beinahe poppig, dann bricht der Track in Wahnsinn um.

„Don’t Forget To Breathe“ ist groovend bedrohlich und sehr eindringlich. „Flamboyant Duck“ ist eher  zurückhaltend und wird erst gegen Ende heavier. „Break Bread“ ist knackiger Heavy Rock.

Dann folgt mit „I Want To Hold Your Hand“ ein Beatles-Cover, bei dem das Original fein säuberlich zerlegt wird. Am Ende steht ein erneutes Cover eines Surfers-Song. „Graveyard“ präsentiert sich sehr mächtig und ist ausufernder als das Original.

Fazit: Wenn es dieses Jahr nichts mit einem neuen Butthole Surfers-Album wird, das ist der beste Ersatz dafür.

7.3

Fazit

7.3/10