Review: Melenas – Dias Raros

Die Spanierinnen dürfen mit ihrem Psych Pop ruhig die Welt erobern.

Auf ihrem 2017er Debüt kombinierten die Melenas Psych, Dream und Indie Pop zu einer catchy Angelegenheit. Schnell erreichten sie lokale Berühmtheit, spielten in ihrem Heimatland etwa das Primavera Sound.

Nun schickt sich Trouble In Mind Records an, die Band weltweit berühmt zu machen. „Dias Raros“ ist dafür ein gutes Argument. Es ist eine wundervolle Platte geworden, schillernd, berührend und eingängig.

Die Spanierinnen benutzen niemals denselben Trick, halten Wendungen und Überraschungen bereit. Ihr melodischer Garage Pop gerät vielschichtig, ist aber schnell zu kapieren.

„Primer tiempo“ setzt spaceige Keyboards an den Anfang, bricht dann zu melodischem Psych Pop auf. „No puedo pensar“ ist verträumter, angenehm fließender Garage Pop.

Die Melenas schaffen es wunderbar, ihre Sounds gleiten zu lassen. In bester Best Coast-Manier strahlt die Sonne heraus, doch auch wenn sich Wolken davor schieben, verlieren wir nicht den Mut.

„El tiempo ha pasado“ ist etwa sehr zurückhaltend und schwelgerisch. „Vals“ lässt das Album mit großen Gefühlen zu Ende gehen. Auf „En Madrid“ holt ein Sturm die Sonnenstrahlen wieder hervor.

Die Hits sind das flächig psychige „29 grados“ und das coole „Ya no es verano“. Standesgemäß werden wir auf „Los alemanes“ von Elektro begrüßt, es entwickelt sich dann eine großartige Psych Pop-Nummer.

Fazit: Absolut überzeugend.

8.9

8.9/10
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