Review: Medicine Boy – Lower

Das in Berlin lebende Duo aus Südafrika veröffentlicht ihr zweites Album. Wir erhalten Dream Pop, Noise und Psych Rock.

André Leo und Lucy Kruger stammen eigentlich aus Kapstadt, wohnen aber mittlerweile in Berlin. Dort entstand die neue Platte „Lower“ (Fuzz Club Records), ihr insgesamt zweites Album als Medicine Boy. Wie schon zuvor geht es darum, die Sounds fließen zu lassen und die Unendlichkeit zu erforschen.

Die Grundstimmung ist dabei eher melancholisch. Der Gesang entwickelt sich manchmal zum Zwiegespräch, besonders groß wird es aber, wenn Kruger im Vordergrund steht. Musikalisch ist das unbequemer Dream Pop mit Ausflügen in den Noise und Psych Rock.

Bereits die Eröffnungsnummer bildet den stärksten Track der Platte. „Bottom of the Blue“ startet atmosphärisch pumpend, wird dann mithilfe einer kreischenden Gitarre heftiger. Der Track gestaltet sich sehr dicht, ist intensiv und lässt den Hörer geplättet zurück.

Im weiteren Verlauf wechseln sich sanfte und aufwühlende Songs ab. In ruhige Stellen mischen sich häufig Noise-Elemente ein, lediglich „Carpels“, „For The Time Being“ und „Lovely Heart“ bleiben durchgehend ruhig.

Sehr wuchtig ist „Water Girl“. Auch „Diamonds“ setzt auf treibenden Psych. Beinahe poppig ist „Yellow-eyed Radio Blues“ ausgefallen.

Fazit: Packend und sehr fordernd.

7.8

Fazit

7.8/10
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