Review: Meatbodies – Alice

Die Meatbodies zeigen auf ihrem zweiten Album, wie man Fuzz, Glam Rock und Beatles auf einem Album vereinen kann.

Die Meatbodies haben mit „Alice“ (In the Red) ihr zweites Album veröffentlicht. Drei Jahre hat die Band seit dem Debüt verstreichen lassen. Bandleader Chad Ubovich war zwischenzeitlich mit der Band Fuzz beschäftigt und das hört man auf „Alice“ heraus.

Am Deutlichsten etwa beim Song „Disciples“, der mit seiner treibenden Wucht sicher auch auf dem letzten Fuzz-Album hätte landen können. Die Fuzz-Gitarre ist und bleibt ein zentraler Punkt in der Meatbodies-Welt. Immer wieder zerschneidet sie Songs, die zuvor in einer anderen Richtung unterwegs waren. So etwa bei „Count Your Fears“, das mit spacigem Synthie beginnt und dann ausbricht.

Das Album ist sehr abwechslungsreich. Beatles-artige Songs (z.B. der Titeltrack „Alice“) treffen auf etwas Bowie (wie in „Scavenger“) und dazwischen bricht Hawkwind durch. Es ist ein fantastisches Album geworden, fordernder und musikalisch interessanter als der Vorgänger. Als Konzeptalbum ist „Alice“ angelegt und so sollte man es auch hören – am Stück, voll aufgedreht, konzentriert.