Review: Mayflower Madame – Prepared for a Nightmare

Düsterer Psych Rock/Post Punk aus Oslo, mit einem Hang zum Pop.

Der Hang zum Dramatischen zeichnete das Debütalbum von Mayflower Madame aus. „Observed in a Dream“, erschienen 2016, legte düsteren Psych Rock mit Post Punk zusammen, erschuf eine Welt, die greifbar und faszinierend war.

Auch „Prepared For A Nightmare“ (Only Lovers) geht diesen Weg. Das zweite Album ist aber mehr: Mehr Dunkelheit, mehr Atmosphäre, aber auch mehr Pop.

Mit diesem Ansatz landet man dann irgendwie aus Versehen in der Nähe von Placebo. „Swallow“ hat diese Theatralik, dieses leicht Anbiedernde.

Man kann sich aber auch in den Sog der 13th Floor Elevators fallen lassen, wonach „Sacred Core“ verlangt. Genauso hoffnungslos verloren fühlen wir uns. Zwischen Placebo und 13th Floor Elevators kommt also der Sound von Mayflower Madame zu liegen.

Schön sind die psychigeren Stellen, wie etwa auf „Vultures“, das zwar auch Düster-Pop-Tendenzen aufweist, sie aber mit Post Punk-Antrieb und Psych-Geflirre wegschiebt.

Sehr dramatisch ist „Ludwig Meidner“, eher atmosphärisch fallen „Never Turning (In Time)“ und „The Night Before“ aus. Schillernder geraten „Goldmine“ und „Endless Schimmer“.

Fazit: Immer noch genug Psych Rock übrig. Doch der Grat wird schmäler.

7.5

7.5/10
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