Review: Mattiel – dto.

Mattiel und Band haben eine zauberhafte Retro-Platte aufgenommen, an der Jack White seine Freude haben dürfte.

Laut Pressetext läuft es bei Mattiel und Band in Atlanta so ab: Randy Michael und Jonah Swilley bauen Kompositionen zusammen. Mattiel steuert dann Lyrics und Melodien bei. Ein bisschen also wie bei Tool, nur das bei Mattiel das Ergbenis nicht einheitlich ist sondern ein verfranster Retro-Gemischtwarenladen.

Das selbstbetitelte Debüt kommt via Burger Records und diese Label-Entscheidung ist eher ungewöhnlich. Zu Third Man Records hätte die Platte besser gepasst. Wie dem auch sei, Mattiel und Band arbeiten sich auf zwölf Songs bevorzugt an den Sixties ab und lassen den Sound schön retro-matschig klingen. Und hier sind wir dann eher bei Kitty, Daisy & Lewis, die das verweben unterschiedlicher Styles zur Königsdisziplin erhoben haben.

Mit „Whites of Their Eyes“ wird der Hit der Platte gleich an den Anfang gesetzt. Ein unverschämt groovendes, souliges und staubiges Psych-Stück, das sehr hitparadentauglich ist. Das folgende „Send it on Over“ ist dann zurückhaltender. Die Orgel treibt, die Instrumentierung ist sehr reduziert und der volle Fokus wird auf die kraftvolle Stimme gelegt.

„Baby Brother“ bietet Bläser und Northern Soul mit einem Fingerzeig in Richtung Mark Ronson. Sixties Folk gibt es mit „Cass Tech“, bevor es dann mit „Bye Bye“ etwas punkiger wird. Ähnlich klingt auch „Silver Pillbox“, das zudem einen Home-Recording-Charme aufweist. Herauszuheben sind noch der Blues-Stomper „Fives and Tens“ sowie der verloren wirkende Western-Track „Salty Words“.

Fazit: Eine tolle Melange aus unterschiedlichen Retro-Styles. Auch wenn die Homogenität etwas fehlt.

 

It's only fair to share...Share on Facebook
Facebook
Tweet about this on Twitter
Twitter
Pin on Pinterest
Pinterest
Email this to someone
email
Share on Tumblr
Tumblr