Review: Matt Valentine – Preserves

Auf dem Cover reitet Matt Valentine auf einer Kuh durchs Weltall. Gewöhnlicher wird es nicht mehr.

Matt Valentine, auch bekannt als MV, ist ein Musiker aus Vermont mit riesigem Output und ebenso großem Freundeskreis. Zusammen mit Erika Eder veröffentlicht er etwa als MV & EE Folk, mit Wet Tuna spielt er intergalaktischen Rock.

Nun gibt es ein neues Soloalbum. „Preserves“ (Beyond Beyond Is Beyond) vereint Arbeiten der letzten acht Jahre und featured dabei einige seiner Wegbegleiter, wie etwa Eder, J. Mascis, Samara Lubelski und P.G. Six (beide Tower Recordings), Willie Lane (MV/EE/Willie), Coot Moon (MV & EE) und weitere.

Die Platte liegt in drei Teilen vor. Die einzelnen Songs gehen ineinander über. Pro Part gibt es eine vorherrschende Klangfarbe, insgesamt ist es aber immer sehr weirder Space Folk mit allerlei Verfremdungen und Experimenten.

Immerhin ist es abwechslungsreich, was uns Valentine da anbietet. Vor allem im letzten Teil ist der Galopp recht forsch und Hürde um Hürde wird genommen.

Zuvor eröffnet Light Speed tiefenentspannt und mit Folk/Space Rock. Flirrende Synthies setzen ein, die auf „Cosmic Debris“ in verrauschter Folklore münden. Außerirdische Geräusche und Manipulationen legen sich darüber. Dieses Stück schließt „Movin‘ (For the Cosmic Range)“ mit verwaschenem Folk ab, über den die E-Gitarre kreischt.

„Analog Love“ bringt Fernöstliches über einen ruhigen Beat. Es ist der meditative Part, der in „Crystal Mava“ auch experimentellere Züge annehmen kann.

Dann sind wir beim Free Jazz angelangt. Zunächst noch reduziert auf „Be Kind“, dann herausfordernd auf „Minor Ranger“ und schließlich komplett entfesselt auf „Rockbottomless“.

Fazit: Ein wahrer Trip.

7.5

7.5/10
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