Review: Maston – Tulips

Maston führt auf seinem neuen Album vor Augen, wie toll Lounge-Musik doch ist.

Frank Maston ist von Los Angeles nach Holland gezogen. Dort ging er in sich und versuchte neue Musik zu ergründen. Herausgekommen ist „Tulips„, welches er über sein eigenes Label Phonoscope veröffentlicht. Die Platte ist der Nachfolger zum 2013er „Shadows“.

Der Albumtitel passt natürlich zu Holland. Ergründet hat er aber French New Wave und Ennio Morricone. Er wollte Lounge-Musik mit Spaghetti Western verweben und daraus einen Soundtrack zu einem Film schmieden, der nie erschienen ist. Das ist ihm gelungen. „Tulips“ fühlt sich tatsächlich als Soundtrack-Album an.

„Chase Theme Nº 1“ bietet einen direkten Verweis und könnte gut zur titelgebenden Verfolgungsjagd passen. Gegen Ende des Albums wird das Theme noch einmal aufgenommen.

Über die gesamte Laufzeit haben wir es mit warmen Sounds zu tun. Egal ob man sich darauf fokussiert oder sie nur im Hintergrund spielen lässt, es entfaltet sich immer eine einzigartige Atmosphäre. Mal rückt die Orgel dominant in den Vordergrund („Old Habits“), dann wird es mystischer („Rain Dance“). Insgesamt hat die Platte aber den gleichen Grundton, der in die Sechziger zurückversetzt.

Fazit: Die beste Platte mit Fahrstuhlmusik aller Zeiten.