Review: Masaki Batoh – Smile Jesus Loves YOU

Die japanische Gitarrenlegende spielt auf seinem fünften Soloalbum ergreifend, mystisch und einnehmend.

Masaki Batoh gründete in den 1980ern Ghost, ist aktuell mit The Silence unterwegs und präsentiert immer wieder Soloarbeiten. Zuletzt legte er 2019 das wunderbare „Nowhere“ vor.

Smile Jesus Loves YOU“ (Drag City) ist die fünfte Solo-LP. Der Japaner nimmt uns dabei mit auf eine Weltreise, schenkt uns Einblicke in sein Heimatland, zitiert lateinamerikanische Einflüsse und holt US-Traditionen hervor.

Begleitet wird er von Familie und Freunden. So ist „Smile Jesus Loves YOU“ eine sehr persönliche, gefühlvolle Arbeit. Trotz der fremden Gerüche fühlt man sich schnell zuhause.

„In The Hour Of Serpent“ eröffnet spektakulär. Dort werden die verschiedenen Einflüsse offenbar. Batoh verknüpft mit sanfter Hand, lässt Banjo und Flöte antreten. Dabei ist das alles sehr homogen.

Auf „Pobrecito Mi Cigarro“, einem Atahualapa Yupanqui-Cover, widmet er seinem Helden eine einnehmende Akustikgitarre. „Speculum“ gestaltet sich derweil experimenteller, holt Naturgeräusche und faszinierende Percussions nach vorne.

Die „Banjo Suite“ gestaltet sich als Ode an das Banjo. Kreischend und episch schreitet „Shrine Coke“ voran, während „Uzumaki No Momento“ und „Sarabanda“ wieder zurückhaltender sind.

Der abschließende Titeltrack wirft auf zwölf Minuten noch einmal alles in den Ring. Flottes Banjo, verrauschte E-Gitarre, jaulendes Saxofon, sanftes Piano, eine Wahnsinnsnummer.

Fazit: Berührend, meisterlich.

8.2

8.2/10
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