Review: Marissa Nadler & Stephen Brodsky – Droneflower

Schönes und Düsteres kommt zusammen. Die Blume blüht zart auf einem Friedhofsgrab.

Vor ein paar Jahren fanden Marissa Nadler und Stephen Brodsky (u.a. Cave In) zusammen. Aus ersten Ideen entstanden Songs. So hatte man kurzzeitig auch den Anspruch, einen Soundtrack für einen Horrorfilm schreiben zu wollen.

Das gemeinsame Album „Droneflower“ (Sacred Bones Records) hat etwas davon, ist unheimlich, düster, aber auch ungeheuer schön. Der Drone ist da, zeigt sich in atmosphärischen Soundteppichen. Zumeist begleitet aber eine Akustikgitarre Nadlers wundervollen Gesang.

Trotz der Reduktion sind die Songs sehr kraftvoll. Das zeigt sich etwa am Guns’n’Roses-Cover „Estranged“, das der epischen Ballade den Pathos raubt, nicht aber die Wucht.

Auf der stärksten Nummer „For The Sun“ brummt es, dazu gibt es Verzauberndes von Nadler und schräge Synthies. Hier passt der „Droneflower“-Begriff am besten.

Sehr schön ist zudem „Dead West“, das auf eine sanfte Gitarre setzt und mystische Untertöne bereithält. Zum Abschluss gibt es ein Morphine-Cover von „In Spite of Me“, bei dem Morphine-Saxofonist Dana Colley verlorene Sounds beisteuert.

Fazit: Dornig und einhüllend.

8.2

8.2/10
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