Review: Mannequin Pussy – Patience

Die Band aus Philadelphia erweitert ihr Spektrum. Dabei schmeckt der oft poppige Punk sehr sauer.

„Who told you / That my body was yours to own“ singt Marisa Dabice von Mannequin Pussy auf dem Titeltrack. Noch verzweifelter heißt es auf „Fear/+/Desire“: „I was climbing into bed and pretended to sleep / Your hands wrap around me and I silently weep“.

Auf ihrem dritten Album „Patience“ (Epitaph) bewegen sich die Punks aus Philadelphia weg von ihren einminütigen Krachern. Eingängiger, dann melancholischer, insgesamt vielschichtiger gerät der Sound.

Die Themen sind sehr persönlich, behandeln Liebe, Hass, Vergewaltigung. Nur selten schreit Dabice ihre Gefühle heraus, wie etwa auf dem knapp über 30 Sekunden langen „Clams“.

Geschichten werden ausgebreitet, mit tiefgehendem Pop Punk dargereicht. Der Titeltrack ist musikalisch locker, der Magen dreht sich bei den Lyrics um. „Drunk II“ behandelt, wie sich Dabice nach einer Trennung ins Koma säuft. Dazu gibt es Grunge.

„Fear/+/Desire“ lässt uns fassungslos zurück. Die alten Mannequin Pussy schimmern auf „Drunk I“ und „F.U.C.A.W.“ durch. Mit „In Love Again“ schöpfen wir etwas Hoffnung.

Fazit: Ein Tritt in die Magengrube, mit den Mitteln der Worte.

8.9

8.9/10
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