Review: Mainliner – Dual Myths

Die Japaner liefern auf ihrer ersten Platte seit acht Jahren einen fast 80 Minuten langen Freak Out.

Mainliner hatten sich 1995 mit dem Ziel gegründet, psychedelische Musik zu untersuchen. Rasch veröffentlichten die Japaner einige Alben, schlossen diesen ersten Zyklus dann 2001 mit dem recht punkigen „Imaginative Plain“.

2013 fand man wieder zusammen, hatte das irrsinnige „Revelation Space“ dabei. In derselben Besetzung geht es nun in „Dual Myths“ (Riot Season). Gitarrist Kawabata Makoto ist das letzte verbliebene Originalmitglied. Taigen Kawabe (u.a. Bo Ningen) spielt Bass und singt, Shimura Koji (u.a. Acid Mothers Temple) sitzt am Schlagzeug.

„Dual Myths“ breitet sich auf beinahe 80 Minuten aus, aufgeteilt in vier Songs. Dass da alte Meister der Psychedelik am Werk sind, merkt man sofort. Sehr ausgefeilt kommt der Sound daher – und sehr herausfordernd.

Die ersten Minuten des Openers „Blasphemy Hunter“ sind noch recht entspannt, dann bricht ein Gewitter herein, das alles erschüttert. Es brummt und kracht. Und es ist, wie immer bei Mainliner, sehr, sehr laut.

Kawabe und Koji arbeiten stoisch den wahnsinnigen Gitarrensoli von Makoto zu. Noiseig und driftend zugleich ist die Unterlage, in „Hibernator’s Dream“ improvisiert man sehr frei.

„Silver Guck“ und „Dunamist Zero“ gleichen sich stark. Es ist repetitives Brummen, dazu werden Soli und mystischer Gesang gereicht. Nach knapp einer halben Stunde ist das dann doch etwas ermüdend.

Fazit: Abgefahren.

7.4

7.4/10
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