Review: Magik Markers – 2020

Eine großartige Comeback-LP der Noise-Rocker.

Die Magik Markers ließen ab Mitte der 2000er eine wahre Veröffentlichungsflut über uns hereinbrechen. Tolle Noise Rock-Alben waren darunter, dazwischen gab es CD-Rs mit Skizzen. Es wurde jedenfalls recht schnell klar, dass bei der in Connecticut gegründeten Band alles ging.

Mitte der 2010er verebbten die Releases. Dieses Jahr erfolgte dann mit der EP „Isolated from Exterior Time: 2020“ das Comeback, dem die Magik Markers nun auch eine LP folgen lassen.

2020“ (Drag City) ist der erste Longplayer seit dem 2013er „Surrender To The Fantasy“. John Shaw, Pete Nolan und Elisa Ambrogio begegnen diesem Jahr mit den Gefühlen, die wohl ein jeder hat: Angst, Verwirrung, Wut, Melancholie.

Schon mutig, die Platte mit einem acht Minuten langen Song zu eröffnen. „Surf’s Up“ ist dabei über weite Strecken sehr zurückhaltend, der stete Bass-Groove wird durch ein freies Klavier ergänzt. Gegen Ende bricht das Trio dann zu einem psychigen Jam auf.

Es zeigt sich: Auch 2020 nähren sich die Markers aus verschiedenen Töpfen. Es sind wieder diverse Versuche zu finden, dazu Ruhiges und Wuchtiges. „Hymn for 2020“ ist etwa ein Wirrwarr aus Geräuschen, Stimmen und Noise. Dafür gibt es auf „That Dream (Shitty Beach)“ geradlinig wuchtigen Garage Rock.

Die Ballade „Born Dead“ wird von dem Punk-Stück „You Can Finde Me“ abgelöst. Rituell gibt sich das brummende „CDROM“, während der Closer „Quarry (If You Dive)“ sehr sanfte Töne anschlägt.

Fazit: Reinigend und sehr ansprechend.

8.6

8.6/10
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