Review: Lumerians – Call Of The Void

Die Space-Rock-Band aus Kalifornien liefert ein vielseitiges Werk ab.

Als das Ghost Ship 2016 in Oakland niederbrannte war auch Barett Clark unter den Toten. Clark war ein langjähriger Freund und Wegbegleiter der Lumerians. Ihm ist das neue Werk der Band gewidmet.

Call of the Void“ (Fuzz Club Records) ist das insgesamt dritte Album der Kalifornier, rechnet man die experimentellen „Transmissions“-Platten heraus. Ihr letzter Longplayer, „The High Frontier“, ist auf jeden Fall auch schon wieder fünf Jahre alt.

Eine lange Spanne haben die Lumerians also zwischen den beiden Werken gelegt. Sie haben viel Zeit darauf verwendet, ihre Soundflächen zu perfektionieren. Noch nie waren die Songs ausgefeilter, noch nie die Stimmung über die Platte hinweg differenzierter.

Wir haben es hier mit ihrem bekannt cosmic Kraut Rock zu tun. Oder Space Rock. Oder Synthie-Psych mit Prog-Elementen. Viele Genrebegriffe passen zu dem fließenden Sound, der sich teilweise auch harte Kanten erlaubt.

„Fuck All Y’all“ – was für ein Songtitel – startet mit flirrenden Synthies. Dann legt sich eine dronige Gitarre darüber. Im weiteren Verlauf treibt der Track angenehm vor sich hin. Hellen und sehr eingängigen Space Rock erhalten wir mit „Silver Trash“.

Auch „Space Curse“ hat diese warme Klangfarbe, wenn auch alles sehr außerirdisch klingt. „Signal“ ist flächig, dann knarzend. Kühler wird es mit „Fictional“, während „Masters Call“ sehr verschwurbelt ist.

Die letzten beiden Nummern geben sich eher bedrohlich. „Ghost Notes“ ist reduziert, „Clock Spell“ gar bedrückend melancholisch.

Fazit: Fantastisches und sehr vielschichtiges Album.

8.2

Fazit

8.2/10