Review: Luggage – Happiness

Luftig eindringlicher Noise Rock auf der neuen EP des Trios aus Chicago.

Luggage haben bisher drei Platten aufgenommen, dabei ihre Noise Punk-Vergangenheit in Post Punk übergeführt. Immer auf Direktheit bedacht, entstand auch die neue EP „Happines“ (husky pants) binnen eines Tages.

Sänger Michael Vallera gibt sich lakonisch, während die Rhythmussektion schwere Arbeit verrichtet. Die Songs sind stoisch treibend, dann insgesamt doch sehr nahe am Noise Rock, wenn auch mit Post Punk-Facetten vertraut.

Das Trio aus Chicago legt sehr viel Luft um die schiefen Riffs, eine gewisse Lockerheit entsteht, die nur durch die Schwere des Basses und der Hektik des Schlagzeugs nicht allzu lässig ausfällt.

Schön dargestellt etwa auf dem fantastischen „Fear“, das aufwühlend, zugleich schlenkernd ist. Ein angepisster Betrunkener betritt den Saloon, aber eigentlich hat er keinen Bock auf Trouble.

Sechs Tracks mit unterschiedlichen Ausrichtungen, zusammengehalten von Dringlichkeit. Wie etwa der sich aufbäumende Titeltrack, der dann doch wieder abwinkt. Dafür marschiert „Lie Design“ voran, entscheidet sich dann für Noise. Großartig dann „Rot“, das sehr viel andeutet, mehr verspricht.

Mit „Idiot Bliss“ gibt es einen schrägen Kracher, mit „Wealth“ ein repetitiv fließendes Stück. Eine tolle EP, direkt, ohne Bullshit.

Fazit: Nochmal die alten Alben anhören.

Luggage - Happiness

8.6

8.6/10
It's only fair to share...Share on Facebook
Facebook
Tweet about this on Twitter
Twitter
Pin on Pinterest
Pinterest
Email this to someone
email