Review: L’Épée – Diabolique

Anton Newcombe trifft auf The Limiñanas und Emmanuelle Seigner und das hört sich dann exakt so an, wie man es vermuten könnte.

L’Épée ist das, was man eine Supergroup nennt. Sie besteht aus Anton Newcombe (The Brian Jonestown Massacre), Emmanuelle Seigner und The Limiñanas. Mit „Diabolique“ (A Recordings) liegt nun das Debütalbum vor.

Inspiration fand man beim 1968er Film „Danger: Diabolik“ von Mario Bava, der sich um einen maskierten Kriminellen in einem trashigen James Bond-Setting dreht. Der Soundtrack stammt von Ennio Morricone, der seinen Score zwischen Schwulst, Sixties Psych Pop und Lounge anlegt.

Allzu nah an Morricone wagt man sich nicht. Stattdessen hört sich das Ergebnis so an, als wenn man The Limiñanas und The Brian Jonestown Massacre in einen Topf werfen würde. Sixties Psych Pop trifft French Beat trifft wuchtigen Psych Rock.

Deutlichster Verweis auf Morricone ist „On Dansait Avec Elle“, bei dem Seigner in ein Duo mit Bertrand Belin geht. Auch das herrlich knarzende „Dreams“ erinnert an Sounds von Danger: Diabolik.

Ansonsten ist das gut gemachter Psych Rock, der in „Lou“ ein Highlight findet, das scheppernd, treibend und sehr cool geraten ist. „The Last Picture Show“ hätte man nicht ans Ende reihen sollen, da die flotte Nummer solide antreibt und anfixt.

Vielleicht wäre „Un Rituel Inhabituel“ dafür besser geeignet. Nach reduziert flächigem Anfang steigert sich der Song, bis er seine volle Kraft entfaltet hat.

Fazit: Schöne Platte, wenn auch keine Sensation.

8.2

8.2/10
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