Review: Leopard Skull – Welcome Home

Großflächiger Psych Pop, zu Hause und im Alleingang gebraut.

Hinter Leopard Skull steckt der Belgier Harm Pauwels. Nach ein paar Singles erscheint nun der erste Longplayer „Welcome Home“ (EXAG‘ Records).

Eingespielt hat Pauwels die Platte beinahe im Alleingang bei sich zu Hause. Das klingt verwunderlich, hört man sich das Endergebnis an. Barocker Psych Pop der Marke The Flaming Lips prasselt hernieder. Sehr füllig und satt sind die Sounds, die Arrangements aufwendig und detailliert.

Eine wirklich erstaunliche Platte, die auf zwölf Tracks lockere Einminüter, aber auch epische Mini-Opern anzubieten hat. Die Klammer besteht auf „7 Nights At The Weak“ und dem Titeltrack, die mit wunderlichen Geräuschen einführen und hinausbegleiten.

„Breakfast“ steckt voller großer Gesten, ist eingängig und nahe an den Beatles. Auch „People I Don’t Know“ ist sehr melodisch. „My Thoughts“ lässt sich zu Seltsamkeiten und Classic Rock hinreißen.

Beeindruckend ist das beinahe acht Minuten lange „House“, das uns wie bei einer Achterbahnfahrt hoch- und runterschickt, dabei immer wieder durchrüttelt. Das Highlight ist das verlorene „Ghost“, das mal Western-Anleihen, dann wieder etwas Mysteriöses hat.

Daneben gibt es viele kleine und große Experimente. „Big Leaf“ stolpert in einen Gaga-LoFi-Track, „Birthday Cake“ ist unheimlich und „Dunes“ gar wunderlich.

Fazit: Wahnsinnsleistung!

8.4

8.4/10
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