Review: Leland and the Silver Wells – dto.

Leland Ettinger zeigt sich auf ihrem neuen Album mit allen Wassern gewaschen. Die Arrangements sind ausgefeilt, die Stimmung zwischen warm und kalt.

Lelend Ettinger veröffentlicht nun unter dem Namen Leland and the Silver Wells. Ein erstes Album unter diesem Namen ist via Rubia Records erschienen. Ettinger ist Fotografin, beherrscht eine Vielzahl an Instrumenten, kann wundervoll singen und tolle Songs schreiben. Ein unfassbares Talent, das auch noch eine kraftvolle Platte vorlegt.

Ettinger bekam Unterstützung von Marc Dote und Steve Gregoropoulos. Zudem schauten diverse Musiker aus Los Angeles bei den Aufnahmen vorbei. Die Songs sind dabei oft nahe am Durcheinander, Ettinger lenkt die Fäden aber geschickt.

Musikalisch liegt man nahe am Folk, schaut aber auch gerne in Richtung Sixties Psych oder Dream Pop. Die Instrumentierung ist sehr ausgefeilt, die Songs arbeiten sehr stark mit Tempowechseln. Ideen werden oft schnell abgewürgt und alle Tracks weisen sehr viele verschiedene Ansätze auf.

Dennoch funktioniert das alles wunderbar. „Luck of the Draw“, der Hit der Platte, schielt etwa hinüber zu CSNY, um dann wuchtig rockend zu werden. „We Dissolve“ ist fließend, verloren und erinnert an Joni Mitchell.

„Lost My Way“ ist etwas vertrackter. Die Streicher dominieren hier. „Carry Me Home“ startet sehr sanft und nimmt spät Tempo auf.

Die Songs haben stets eine lange Laufzeit und probieren viel aus. „Shallow Tides“ ist etwa alles: verspielt, episch rockend, laut, leise. Auf dem beinahe zehn Minuten langen Schlusstitel „Play It as It Lays“ erhalten wir Klangexperimente, die zum Abtauchen zwingen.

Fazit: Diese Arrangements, fantastisch.

8.3

Fazit

8.3/10
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