Review: Leather Girls – dto.

Nach Dream Machine legt eine weitere Band aus Austin die Psych-Wurzeln der Stadt frei.

Die 13th Floor Elevators und The Golden Dawn haben Mitte der Sechzigerjahre den Begriff „Psychedelic Rock“ fest mit Austin, Texas, verknüpfen lassen. Seitdem ist diese Stadt mit diesem Rock-Genre verbunden, heutzutage nicht zuletzt wegen der Black Angels und ihrem prägenden Levitation Festival.

Dream Machine haben dieses Erbe zuletzt mit „The Illusion“ aufgegriffen. Mit Leather Girls taucht fast gleichzeitig eine weitere Band aus Austin mit Retro-Psych auf. Ihr selbstbetiteltes Debüt ist gerade erschienen und schlägt sehr eindeutig die Brücke zu vergangenen Zeiten. Mit Dillon Fernandez teilen sich beide Bands zudem ein Mitglied.

Was bei den Leather Girls sehr schnell negativ auffällt ist die Produktion. Diese klingt manchmal etwas dumpf und scheppert allzu oft. Gerade bei „Arabian Daze“ ist das sehr deutlich zu hören. Vielleicht gewollt?

13 Songs sind auf dem Album gelandet. Das Ergebnis ist durchwachsen, da ist zuviel Fett dabei. Vielleicht hätte man ein paar Tracks weglassen sollen, zu viele Songs hören sich ähnlich an. Im Gesamtdurchlauf ist dann zu oft die Skip-Taste im Einsatz.

Positiv hervorzuheben sind das mystische, energievolle „Jeff“, die surfigen „Call Tomorrow“ und „LRS“ sowie das euphorisch punkige „Sweet Lenore“. Auch die Schlussnummer „Card Catalog“ liefert Psych der besseren Art.

Fazit: Eine knackigere Platte mit etwas mehr Feinschliff hätte den Leather Girls wohl besser zu Gesicht gestanden. Sie habens drauf, das zeigen sie an manchen Stellen.

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