Review: Las Kellies – Suck This Tangerine

Die Argentinierinnen fördern beim Tanzen die nötige Distanz ein.

Las Kellies sind seit gut 15 Jahren aktiv, spielen seither Post Punk mit Dub- und Dance-Anleihen. Man denke an cleanere The Slits. Mit „Suck This Tangerine“ (Fire) erscheint nun das sechste Album und das erste seit dem 2016er „Friends & Lovers“.

Dort hatte man etwas mehr Punk eingestreut. Der wurde nun auf dem neuen Werk tanzbaren Grooves geopfert. Kantig ist der Sound selten, manchmal etwas abgehackt, aber immer sehr zugänglich.

Der Dance ist da, wird aber zur Wahrung der Distanz in Post Punk eingepackt. Wir tanzen cool vor uns hin, Kontakt nehmen wir keinen auf. Und ja nicht zu überschwänglich werden.

Super ist das eröffnende „Closer“, das schabend den flotten Beat zerhackt. Toll das psychige „Despite“, fantastisch das poppige „Close Talker“.

Insgesamt ist es eine runde Platte mit einigen Stimmungswechseln geworden. „He’s Who’s“ galoppiert forsch, während „Baby“ deutlich zurückhaltender ist. Die Argentinierinnen können ihre Songs gut steuern und sie lassen sie nie entkommen.

Fazit: Die Las Kellies sind halt eine Bank.

7.9

7.9/10
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