Review: Las Cobras – Temporal

Hypnotischer Psych aus Uruguay: Las Cobras haben ein fantastisches Debüt veröffentlicht.

Wer wissen möchte, wie Las Cobras klingen, muss nur das Cover ihres Debütalbums „Temporal“ (Fuzz Club Records) anschauen. Verschwurbelt, psychedelisch, mit einem leicht düsteren Einschlag. Kaum zu glauben, dass die Band sich erst 2016 gefunden hat, so ausgefeilt und homogen wie sie hier schon klingen.

Las Cobras bestehen aus zwei Personen, Sofía Aguerre und Leandro Rebellato, und kommen aus Uruguay. Aufgrund der Besetzung tun sich Parallelen zum Moon Duo auf und ja, im Klang sind sich beide Bands sehr ähnlich. Stoischer Drum-Beat wird mit flächigen Sounds ergänzt, dazu eine wilde Gitarre und Boy/Girl-Gesang. Auf „Temporal“ entwickelt das Duo einen unfassbaren Sog, ähnlich einem Acid-Trip.

„Beating Hard“ zeigt gleich einmal, was Sache ist. Hypnotischer Sound, schön treibend, wird hier geboten. Auch auf „The Time Has Come“ funktioniert das Konzept perfekt. „Al Más Allá“ bietet ein paar neue Komponenten und kredenzt Wüsten-Sound, sehr mystisch und mit schwurbelnden Synthies dargebracht. Etwas aufgelockerter geht es auf „Nothing Against You“. Etwas Surf und Sixties Psych halten hier Einzug.

„So Much Love“ ist peitschend und düster. Die epische 7-Minuten-Nummer „Temporal“ weist einen leichten Latin-Einschlag auf. Und jetzt hält man atemlos und vollkommen durchgewirbelt inne und denkt: Wie großartig war das denn bitte?

Fazit: Psych in seiner reinsten Form mit ordentlich Flächen, mystischem Gesang und abgefahrenen Gitarren. Eine Band, die man sich merken muss.

 

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