Review: La Luz – Floating Features

Nie war die Band aus Seattle besser, als auf ihrem dritten Album.

Der sonnig surfige Sound von La Luz passt perfekt nach Los Angeles. Für das dritte Album hat die Band, die eigentlich aus Seattle stammt, versucht, die dunklen und surrealen Seiten der Stadt zu beleuchten. „Floating Features“ (Hardly Art) ist dabei ihr bisher bestes Album geworden.

La Luz spielten stets sehr eingängige Sounds, die aber immer auch etwas Düsteres und Nachdenkliches bereithielten. Nun sind diese Elemente in den Vordergrund getreten. Leichtfüßigkeit wird nur noch selten angeboten, die Band kreiert vielmehr einen mystischen Strudel.

Das Keyboard wird prominenter und tritt zumeist als Orgel auf. Damit gibt es eine gewisse Catchiness, die aber stets durch irrlichternde Gitarren und verträumten Gesang gebrochen wird.

Der instrumentale Titeltrack ist noch der melodischste Beitrag. Auf „Cicada“ wird die Stimmung auf haunted gedreht. Noch einmal kehren wir mit „Loose Teeth“ zum hellen Surf zurück. Es folgen strange driftende Tracks, die gerne mit etwas Western Psych angereichert werden.

„My Golden One“ ist loungig und ruhig. „Lonely Dozer“ holt uns aus dem Acid-Trip, „Greed Machine“ deutet an, dass wir immer noch mittendrin sind. Erst mit dem absurden Doo-Wop auf „Walking Into The Sun“ und dem abschließenden rasanten Surf-Stück „Don’t Leave Me On Earth“ erhalten wir den Boden unter den Füßen zurück.

Fazit: Großartig geschriebenes und gespieltes Album.

8.5

Fazit

8.5/10