Review: L.A. Witch – dto.

Sechs Jahre nach der Gründung hat die Psych-Band ihr erstes Album fertig. Es besteht hauptsächlich aus bekannten Hits.

Die Desert-Psych-Band L.A. Witch ist seit Jahren beinahe durchgehend auf Tour. Zwischen zwei Etappen haben sie ihr selbstbetiteltes Debütalbum zusammengestellt, das nun via Suicide Squeeze Records erschienen ist. In sechs Jahren Bestehen haben sich einige Songs angehäuft, welche nun auf einer Platte versammelt wurden. So hat das Werk auch eher die Anmutung einer Compilation.

Denn die meisten Songs gibt es bereits auf EPs oder Singles. Drei neue Tracks sind vertreten, der Rest wurde aufpoliert. Der Einstieg mit „Kill My Baby Tonight“ ist gleich mal typischer L.A. Witch-Sound. Staubiger, schleichender Psych mit lakonischer Stimme, immer sehr cool dargebracht.

Das mystische „Brian“ würde auch gut als Untermalung zu Twin Peaks passen. „Untitled“ ist Desert Rock mit Western-Feeling. Das temporeiche „Drive Your Car“ ist der perfekte Road-Trip-Song. Die neuen Tracks wissen nicht alle zu überzeugen. Während „Baby in Blue Jeans“ treibend und eher zurückhaltend ist, gelingt „Feel Alright“ ein tolles Psych-Feeling zu verbreiten.

„Good Guys“ wirkt aufgrund der restlichen sehr starken Songs eher belanglos. Auch „Get Lost“ weiß in der neuen Version mit mehr Schnörkeln leider weniger zu überzeugen.

Fazit: Ganz starkes Compilation einer tollen Band. Zwei Ausfälle verhageln das wundervolle Gesamtergebnis nicht.