Review: Kooba Tercu – Kharrüb

Was die Athener da produzieren, hat man auch noch nicht oft gehört.

Mittlerweile sind die Mitglieder von Kooba Tercu ihrer Homebase Athen teilweise entflohen und leben weit verstreut. Dennoch konnte man sich irgendwie für den Nachfolger des 2016er „Bakla Horani“ treffen. Die neue Platte „Kharrüb“ (Hominid Sounds / BodyBlows & Mafia) enthält alte Ideen und neue Jams, die während der Aufnahmesessions entstanden sind.

Was uns die Band hier serviert ist schon unerhört. Es ist ein sehr eigentümlicher Sound, der etwa afrikanische Rhythmen mit messerscharfem Noise Rock kombiniert, dann in Richtung Disco abbiegt und später lupenreinen Psych Rock serviert. Das ist dann mal sehr nahe an HEALTH, dann wieder weit entfernt davon.

Kooba Tercu empfehlen, die Platte am Stück zu hören. Ist gar nicht so einfach. Schon die Einstiegsnummer „Cybele“ verstört mit rituellen Gesängen über hartem Noise. „Boto“ ist ein wildes Durcheinander aus repetitivem Getrommel und kreischendem Gitarrenfeedback.

„Maestur“ ist dafür zunächst etwas entspannt und zeigt sich cool groovend. Doch zu früh gefreut, da ist es wieder, das Noise-Gewitter. In weiterer Folge wird es aber zugänglich. Zunächst gibt es mit „Margarie“ ein straightes Psych-Stück, „Got the fire“ setzt sich dann gar auf die Dance-Schiene.

Nach dem experimentellen „Shambles“, das wiederum sehr anstrengend ist, entlässt uns „California“ mit besinnlichen Momenten.

Fazit: Ein hartes Stück Arbeit. Lohnt sich aber.

8.1

8.1/10
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