Review: King Khan – The Infinite Ones

Der König des Garage Rock’n’Roll verneigt sich auf seinem Jazz-Album vor den Größen dieses Genres.

In über zwei Jahrzehnten hat King Khan den Garage Rock großzügig ausgeleuchtet. Zeit, für etwas Neues. Der in Berlin lebende Musiker trug schon länger eine Zuneigung für Jazz und Soundtracks mit sich herum, ganz besonders eine innige Liebe zum Sun Ra Arkestra.

Auf „The Infinite Ones“ (Ernest Jenning Record Co. / Khannibalism) huldigt er nun diesen Vorbildern. Es finden sich zahlreiche Verbeugungen und Reminiszenzen wieder. Grundlage ist der Jazz, aber auch Western-Melodien tauchen auf.

Unterstützung bekam King Khan von John Convertino und Martin Wenk von Calexico sowie Brontez Purnell (Younger Lovers). Ben Ra (King Khan & The Shrines) und Davide Zolli (The Mojomatics). Zudem besuchen Marshall Allen und Knoel Scott vom Sun Ra Arkestra zwei Songs.

Zusammen ist ihnen ein wundervolles Jazz-Album gelungen, das mal federleicht, dann mystisch daherkommt. Freie Passagen werden abgelöst von eingängigen Themen.

Ein zwingender Groove führt uns auf „Wait Till The Stars Burn“ in die Platte. Es folgt ein Requiem für den im März diesen Jahres verstorbenen Danny Ray Thompson. „Tribute To The Pharaoh’s Den“ schleicht wundervoll dahin.

Nach Sehnsucht und Melancholie öffnet man sich auf „A Hard Rain’s Gotta Fall“ freundlicheren Tönen. „Theme of Yahya“, gewidmet dem im August verstorbenen, Yahya El Majid, strahlt hell wie die Sonne. Es folgen Soundtrack-Passagen.

Ennio Morricone hört man auf „Mister Mystery“ heraus, die Western-Seite wird auf „The World Will Never Know“ touchiert. „Hal“, ein Requiem für den im April verstorbenen Hal Willner, beendet das Album elegant.

Fazit: Wir haben Tränen in den Augen ob der ganzen Herrlichkeit.

8.6

8.6/10
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