Review: King Khan – Murderburgers

Die erste Soloplatte der Garage-Rock-Legende ist ein einziger Triumphzug.

Seit über 20 Jahren ist King Khan nun im Geschäft und hat sich einen Legendenstatus im Bereich Garage Rock gesichert. Die bekannteste Arbeit ist da als King Khan & His Shrines. Hinzukommen zahlreiche Zusammenarbeiten mit diversesten Künstlern. Die Diskografie wuchs so über die Jahre zu einem unüberschaubaren Konvolut an. Ein Solo-Album gab es bis jetzt aber noch nicht.

Diesen Zustand korrigiert der in Berlin lebende King Khan mit „Murderburgers“ auf seinem neuen, eigenen Label Khannibalism Records. Sozusagen zu seinem 40er schenkt er sich dieses Album und thematisiert sein Alter in „Born in 77“. Und verweigert gleich mit der Zeile „I wasn’t born in 77“. Nein, so alt bin ich nicht. Ich bin immer noch der wilde Typ, der sich als Tina Turner verkleidet und Konzerte nur in Unterhose bewältigt.

Doch „Murderburgers“ ist sicherlich das erwachsenste Album seines Oeuvre. Ausbrüche findet man lediglich im angesprochenen „Born in 77“ und auf „Teeth Are Shite“, einer recht bescheurten Punk-Nummer. Ansonsten widmet sich der King dem Soul. „Discreate Disguise“ und „Too Hard Too Fast“ sind hier großartige Nummern. Überragend ist zudem das Schlussstück „Winter Weather“.

Auch Country („It’s Just Begun“) wird angekratzt und auf „Desert Mile“ gibt sich King Khan beinahe melancholisch. Ganz solo ist er übrigens auch dieses Mal nicht zu hören. Für die Platte wurde The Gris Gris reaktiviert und Bandleader Greg Ashley hat einen wunderbaren Job an den Reglern gemacht.

Fazit: Fantastische Platte, die gekonnt zwischen Garage Rock und Soul schwingt.