Review: King Gizzard & The Lizard Wizard – Infest the Rats’ Nest

Die Australier haben ein Thrash-Metal-Album eingeprügelt.

Album Nummer 15 macht wieder alles anders: King Gizzard & The Lizard Wizard haben ihre Experimentierfreudigkeit nicht verloren und präsentieren mit „Infest the Rats‘ Nest“ (Flightless  / ATO) ein Thrash-Metal-Album.

Man verkleinerte das Set-Up, spielte die Platte im Kern zu dritt ein. Man orientierte sich an den goldenen Zeiten des Thrash Mitte der 1980er. Metallica und Slayer werden im Pressetext als Inspirationen genannt, aber auch Exodus, Kreator und Overkill.

Ein SciFi-Szenario wird heraufbeschworen, das vielleicht bald keines mehr ist. Die Menschen haben die Erde zerstört, müssen in den Weltraum ausweichen.

Im Gegensatz zum Durcheinander auf dem letzten Release „Fishing For Fishies“ wirken King Gizzard & The Lizard Wizard hier deutlich fokussierter. Man nimmt das Thrash-Genre Ernst, prügelt, wird dann hymnisch, manchmal etwas cheesy. Es ist ein befreiendes Werk.

Psychige Stellen sind noch vorhanden, wenn auch das grundlegende Tempo hoch ist und die Herren mit aller Dringlichkeit zu Werke schreiten. Auf „Superbug“ reißen sie die blutroten Gardinen etwas auf, lassen den Song wuchtig und schleppend ausufern.

Langeweile kommt keine auf, dafür gibt es zu viele Wechsel. Während „Planet B“ scheppert, gerät „Mars For The Rich“ hymnisch. Zu diesem Song erstellten die Australier übrigens ein spielenswertes Game.

Mächtig und hart ist „Perihelion“. Mit den abschließende „Self-Immolate“ und „Hell“ versinken wir im Chaos.

Fazit: Trotz des angestaubten Genres sehr erfrischend.

8.4

8.4/10
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